Mundgeruch (Halitosis)

Wie werden Zahnverluste behandelt?

Zahnverluste können infolge von Zahnfleischerkrankungen, unbehandelter Karies oder Traumata auftreten. Fehlende Zähne beeinträchtigen die Kaufunktion erheblich. Dies kann sowohl zu Ernährungsproblemen als auch zu Schmerzen im Kiefergelenk führen. Für die Behandlung von Zahnverlusten gibt es verschiedene Möglichkeiten. Häufig werden Brückenprothesen eingesetzt, die von benachbarten Zähnen gestützt werden, oder herausnehmbare Prothesen, die nicht im Mund fixiert sind und vom Patienten tagsüber herausgenommen werden können, insbesondere wenn keine ausreichende Zahnstütze vorhanden ist.

Diese Behandlungsoptionen bringen jedoch auch einige Nachteile mit sich. Brückenprothesen können bevorzugt werden, wenn die Nachbarzähne bereits durch Karies oder Füllungen geschädigt sind, da sie kostengünstiger und schneller umsetzbar sind. Bei gesunden Zähnen hingegen wird die Zahnhartsubstanz abgeschliffen, um eine Krone anzubringen, was langfristig zu Problemen führen kann. Bei herausnehmbaren Prothesen werden die Kaukräfte direkt auf den Knochen übertragen, was zu Knochenabbau führen kann. Dies kann im Laufe der Zeit zu Anpassungsproblemen der Prothese führen. Daher werden heute zunehmend dentale Implantate als Alternative bevorzugt.

Was ist ein Dentalimplantat?

Dentalimplantate sind Schrauben aus Titan, die in den Kieferknochen eingesetzt werden und als Stütze für den späteren Zahnersatz dienen.

Kann eine Allergie gegen Dentalimplantate auftreten?

Allergien gegen titanbasierte Materialien sind äußerst selten. Dennoch sollten bei empfindlichen Patienten oder bei vorhandener Allergieanamnese geeignete Labortests durchgeführt werden, um mögliche Reaktionen zu analysieren.

Wann werden Dentalimplantate eingesetzt?

Diese Materialien können in jeder Altersgruppe verwendet werden und entweder gleichzeitig mit der Zahnextraktion oder zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden.

Wie lange dauert die Implantation?

Die Implantation eines Dentalimplantats ist mit einer Zahnextraktion vergleichbar und wird von Patienten oft als sogar angenehmer empfunden. Im Durchschnitt kann ein Implantat innerhalb von etwa 15 Minuten in den Knochen eingesetzt werden. Dabei spielen die Erfahrung des Chirurgen und des Teams eine entscheidende Rolle.

Treten nach dem Eingriff Schmerzen auf?

Nach der Implantation können Schwellungen, Schmerzen und eine eingeschränkte Mundöffnung auftreten. Diese Beschwerden klingen in der Regel innerhalb von drei Tagen ab, und die Patienten können mit entsprechender Pflege schnell zu ihrem Alltag zurückkehren.

Was ist der Vorteil dieser Behandlung?

Dentalimplantate tragen dazu bei, den Knochenabbau im Kiefer zu reduzieren. Sie verhindern das Kippen benachbarter Zähne in die entstandene Lücke und damit verbundene Bissstörungen. Zudem ermöglichen sie eine effektivere Kaufunktion. Da die Nachbarzähne nicht bearbeitet werden müssen, bleiben diese unversehrt.

Wann kann der Zahnersatz eingesetzt werden?

Nach der Implantation wird für die Heilung im Unterkiefer mindestens 3 Monate und im Oberkiefer mindestens 4 Monate gewartet. Während dieser Zeit erfolgen monatliche Kontrolluntersuchungen. Erst nach vollständiger Einheilung wird der Zahnersatz eingesetzt. Ziel dieser Wartezeit ist es, die Regeneration des Knochens sicherzustellen, damit dieser die Kaukräfte tragen kann.

In jüngster Zeit ist es auch möglich, Implantation und prothetische Versorgung gleichzeitig durchzuführen. Besonders im Frontzahnbereich hilft dies, ästhetische Bedenken sofort zu beheben, sodass Patienten ohne Einschränkungen in ihren Alltag zurückkehren können.

Sind Dentalimplantate eine langfristige Lösung?

Für eine langfristig erfolgreiche Implantatversorgung sind eine sorgfältige Planung und regelmäßige Kontrollen entscheidend. Vor der Behandlung werden Röntgenaufnahmen und eine klinische Untersuchung durchgeführt, um Knochenstruktur und Implantatgröße zu bestimmen. Zudem wird festgelegt, wie viele Implantate erforderlich sind.

Nach der Implantation erfolgen regelmäßige Kontrollen zur Überwachung der Einheilung. Diese sollten auch nach dem Einsetzen des Zahnersatzes fortgesetzt werden. Viele Patienten gehen jedoch erst bei Beschwerden zum Zahnarzt, was das Risiko für Implantatprobleme erhöht. Empfohlen werden Kontrollen alle 3 Monate im ersten halben Jahr, anschließend jährlich im ersten Jahr und in den ersten drei Jahren.

Wie erfolgt die Pflege von Dentalimplantaten?

Nach der Implantation ist eine gute Mundhygiene besonders wichtig. Speisereste um das Implantat können zu Knochenabbau und schließlich zum Implantatverlust führen. Daher sollten Implantate mindestens zweimal täglich gründlich gereinigt werden. Zusätzlich sollten Interdentalbürsten und Zahnseide verwendet werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die dentale Implantatchirurgie heute eine häufig angewandte Methode ist. Mit der richtigen Diagnose, sorgfältigen Planung und einem erfahrenen chirurgischen Team kann eine hohe Erfolgsrate erzielt werden. Unter diesen Voraussetzungen können Implantate langfristig stabil und funktionstüchtig im Mund verbleiben.

Autor: Tayfun Günbay Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Zahnarzt Prof. Dr., Dental Center Izmir

Send Whatsapp Message